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Toni Maibach an einem Planungstisch

Wärmepumpe, Photovoltaik und Speicher als ein System.

Ihre Wärmepumpe läuft, die Anlage auf dem Dach produziert, der Speicher ist gefüllt. Und trotzdem ist die Stromrechnung höher als gerechnet.

  • Wärmepumpe
  • Photovoltaik
  • Speicher
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Woran liegt es, wenn alles läuft und die Rechnung trotzdem steigt?

Worum es dabei geht

Das liegt fast nie am Gerät. Die Geräte sind heute gut. Es liegt daran, dass drei Gewerke sauber gearbeitet haben, aber niemand für das Zusammenspiel zuständig war.

  • 01AuslegungWie viel Wärme Ihr Gebäude wirklich braucht, bevor die Anlage ausgelegt wird.
  • 02HeizkurveOb sie zum Haus passt oder zur Werkseinstellung.
  • 03SpeicherWann er lädt und wann er es besser lassen sollte.
  • 04EigenverbrauchWie viel Solarstrom tatsächlich im eigenen Haus bleibt, gemessen und nicht simuliert.
  • 05SperrzeitWas passiert, wenn im Januar der Elektroeinsatz übernimmt.

Das sind die Stellen, an denen aus einer guten Anlage eine teure wird. Oder umgekehrt.

Ein Jahr, schematisch

Der Bedarf ist dann am höchsten, wenn vom Dach am wenigsten kommt.

WärmebedarfSonnenertrag

Februar

Das Haus braucht am meisten Wärme, genau dann, wenn vom Dach am wenigsten kommt.

Mai

Es ist Strom übrig. Die Frage ist, ob der Speicher jetzt lädt oder es besser lässt.

Januar

Die Sperrzeit kommt, der Elektroeinsatz übernimmt, und auf der Rechnung steht es erst im Frühling.

Wie ich dahin gekommen bin

Wer ich bin

Angefangen habe ich mit zwei Lehren, Sanitärinstallateur und Heizungsmonteur, in einem Heizungs- und Sanitärbetrieb im Emmental. Danach vier Jahre Kundendienst bei einem Kesselhersteller, wo ich Anlagen in Betrieb genommen, Regelsysteme gebaut und Pikett gefahren bin. Wer nachts zu einer Störung fährt, lernt schnell, welche Fehler schon in der Planung gemacht wurden.

Dann kam die andere Seite. Serviceleitung in einem Haustechnikunternehmen, danach technischer Verkauf im Heizungsbereich, später im Facility Management die Verantwortung für Instandhaltung und Zustand ganzer Gebäudetechnikanlagen, unter anderem für Reinräume in der Medizinaltechnik. Dort habe ich gesehen, was eine Anlage über zwanzig Jahre kostet und nicht nur, was sie in der Offerte kostet.

Seit 2009 bin ich bei der CTA AG in Münsingen, die ersten Jahre im technischen Verkauf Wärme, seit 2021 als Planerberater für Wärmepumpe und Photovoltaik. Meine Gesprächspartner sind Planer, Heizungsinstallateure, Elektriker und Bauherrschaften, oft alle am selben Tisch.

Für mich sind Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und Energiemanager keine vier Positionen auf einer Offerte, sondern ein System. Ich schaue deshalb zuerst auf das Gebäude und auf den Betrieb über ein ganzes Jahr, bevor über Geräte gesprochen wird. Wer diese Fragen in der richtigen Reihenfolge stellt, kommt am Ende oft mit weniger Technik aus und bekommt trotzdem mehr Ertrag.

Gelernt habe ich in all den Jahren vor allem, dass die Technik selten das Problem ist. Deshalb beschäftige ich mich mit dem, was zwischen den Geräten passiert.

Zu Hause optimiere ich meine eigene Anlage weiter, obwohl es sich längst nicht mehr rechnet. Manche Leute schrauben an Motorrädern.

Toni Maibach
Stationen
  • Lehren als Sanitärinstallateur und Heizungsmonteur, Emmental
  • Kundendienst bei einem Kesselhersteller, Inbetriebnahme und Pikett
  • Serviceleitung in einem Haustechnikunternehmen
  • Technischer Verkauf Heizung
  • Facility Management, unter anderem Reinräume Medizinaltechnik
  • Seit 2009 CTA AG, Münsingen, technischer Verkauf Wärme
  • Seit 2021 Planerberater Wärmepumpe und Photovoltaik
Schwerpunkte
Systemintegration Energie, Gebäude und Mobilität. Energiespeicher, Modbus, ZEV und vZEV, Hausautomation, Energiemanagement.
Ausbildung
Berner Fachhochschule BFH.
Nebenamt
Mitglied der Verwaltung, Solargenossenschaft Wohlen.